Landschaftsparks und Industriekultur zwischen Lippe und Ruhr

Hochöfen, Gasometer oder Fördertürme prägen bis heute das Gesicht des Ruhrgebiets. Viele von den meist unter Denkmalschutz stehenden Zeugnissen der Vergangenheit haben sich zu grünen Oasen und großen touristischen Anziehungspunkten entwickelt. Einst verrußte Vorstädte sind heute zu schön herausgeputzten und lebenswerten Vorortsiedlungen geworden. Auf mehr als 700 km bestausgebauten Radwegen merkt man fast nicht, dass man sich im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands befindet. Die Wege führen überwiegend durch ländlich anmutende Gegenden und verbinden die Highlights der Industriekultur auf geniale Weise. Ein absoluter Höhepunkt der Reise ist sicher das UNESCO Welterbe Zollverein in Essen. An unserem Hotelstandort in Bochum gibt es abends sicherlich Einiges zu entdecken. Zum Beispiel die vielen Straßenkneipen im „Bermudadreieck“.

1. Tag: Fließend bergab, ca. 30 km, 180 Hm. Anreise nach Winterberg, dem Wintersportort im Rothaargebirge und zu gleich höchstgelegenste Stadt in NRW. Nach dem Besuch der Ruhrquelle folgen wir dem Fluss mit den Rädern durch die herrliche Mittelgebirgslandschaft des Sauerlandes. Das Rosendorf Assinghausen mit seinen Fachwerkhäusern lädt zu einer Runde durch das Dorf ein. Die Radlerbeine werden danach noch einmal fit im Kneippkurort Olsberg. In Bestwig verladen wir die Räder und fahren mit dem Bus nach Bochum zum Hotel, wo wir uns für die kommenden 4 Nächte einrichten können.

2. Tag: Parklandschaften mit Koks und Kohle, ca. 55 km, 330 Hm. Mit dem Bus nach Kamen. Von hier radeln wir durch eine leicht wellige und abwechslungsreiche Landschaft, durch kleine Dörfer und lieblich anmutende ehemalige Bergarbeitersiedlungen. Wir folgen dem Emscherpark-Radweg und sehen dabei markante Zeugnisse der Industriekultur wie das Landstroper Ei oder den Luftschacht Minister Stein. Bei einer Audioguideführung in der stillgelegten Kokerei Hansa erfahren wir, wie Kohle Koks hergestellt wurde. Weiter geht es durch herrliche Wälder und Auen zur wohl schönsten ehemaligen Zeche des Ruhrgebiets, der Zeche Zollern. Am Stadtrand von Bochum verladen wir die Räder und fahren mit dem Bus ins Hotel.

3. Tag: Grüner Pfad, ca. 55 km, 300 Hm. Am frühen Morgen besuchen wir das Besucherbergwerk Bochum und erfahren viel über die Vergangenheit des Ruhrgebiets. Danach mit dem Bus in den Landschaftspark Duisburg Nord zur Ehemaligen Meidericher Eisenhütte, die teilweise fast wie ein Märchenschloss eingewachsen ist und heute ein Naherholungsgebiet mit vielen Freizeitattraktionen. Wir folgen mit den Rädern dem Grünen Pfad (ehemalige Eisen bahn strecke) bis Oberhausen. In der Nähe des Gasometers befindet sich das CentrO, eines der größten Einkaufscenter Deutschlands. Von Weitem sehen wir schon das Wahrzeichen, den Tetraeder. Durch die Gartenstadt Welheim kommen wir wieder zur Emscher und folgen dem Fluss an ehemaligen Zechen vorbei bis nach Herne mit seinem Wasserschloss. Kurz vorher bietet sich noch ein herrlicher Blick von der Halde Hoheward (152 m ü. NN) mit dem Horizont-Observatorium. Kurze Fahrt mit dem Bus zurück zum Hotel.

4. Tag: Alles im Fluss, ca. 60 km, 340 Hm. Mit dem Bus nach Mülheim an der Ruhr. Wir folgen dem Flussverlauf durch Wiesen und Auenlandschaften auf dem Ruhrtalradweg bis zum Baldeneysee. Ein ideales Segelrevier direkt am Stadtrand von Essen. Dort besichtigen wir die Villa Hügel der Familie Krupp. Nach einer Stärkung mit Currywurst und „Pommes Schranke“ folgen wir weiter dem Flusslauf in die Fachwerkstatt Hattingen an der Ruhr. Hier haben wir noch die Möglichkeit die fast vollständig erhaltene Henrichshütte zu besichtigen und einiges über die Eisenverhüttung zu erfahren. Mit dem Bus zurück ins Hotel.

5. Tag: Weltkulturerbe Zollverein, 20 km, 100 Hm. Von der Jahrhunderthalle in Bochum radeln wir zum größten Teil auf der Strecke der ehemaligen Erzbahn und der Kray-Wanner bahn bis zum Welterbe Zollverein bei Essen. Besonders imposant ist dort die ehemalige 1,3 km lange vollständig erhaltene Kokerei. Im Besucherzentrum haben wir die Möglichkeit uns über das UNESCO Welterbe zu informieren. Am späten Vormittag treten wir dann die Heimreise zu den Ausgangsorten an.

Programmänderungen vorbehalten.


Für Mehrtagesreisen ab Juni gewähren wir einen Frühbucherrabatt* von 3 % auf den Reisegrundpreis (ohne EZ-Zuschlag) bis einschließlich 30.03.2020.

* Der Frühbucherrabatt ist nicht mit dem Gruppenrabatt kombinierbar.

Abfahrtszeiten/-orte:
5.00 Uhr Ehingen, bayer-Betriebshof
Rückkunft in Ehingen ca. 20 Uhr
Anforderungsprofil 1-2
Anforderungsprofil 1-2
Leistungen
  • Reise im Fernreisebus bayer-Komfortklasse 4 mit Klimaanlage, Bordküche, WC
  • Radtransport
  • Busbegleitung während der Radtouren
  • bayer-Radreiseleitung (geplant Olaf Geißelhart)
  • 4x Ü/HP im 3* Acora Hotel, Bochum www.acora-bochum.de
  • Eintritt Kokerei Hansa
  • Eintritt Bergbauernmuseum Bochum
  • Eintritt Heinrichshütte Hattingen
  • Eintritt Villa Hügel